Boris, Babette und lauter Skelette

Boris wohnt mit seinen Eltern in einem Mehrfamilienhaus. Die Mutter arbeitet sehr viel. Sie ist meistens am Laptop oder am Telefon zu sehen, während der Vater für Ordnung, Sauberkeit und Essen sorgt. Im selben Haus wohnen Jette, die in Boris verliebt ist, und Lynette, eine 16-jährige, die nur schwarze Kleidung trägt und ihr Schlafzimmer so eingerichtet hat , dass jederzeit eine Halloweenparty möglich wäre.

Bei Lynette wohnt Babette. Babette ist weder ein Tier, noch ein Mensch. Babette ist Babette: ein gelbes, sprechendes, herzliches Wesen mit einem schmalen Körper und einem langen Schwanz. Lynette geht für ein Jahr ins Ausland und bittet ihren kleinen Nachbarn sich um Babette zu kümmern. Leider entdecken Boris Eltern Babette im Haus. Nun muss Boris ein neues Zuhause für Babette suchen.

Babette ist niedlich und hilfsbereit. Sie ist uns gleich sympathisch. Allerdings sehen wir als kritisch an, dass Babette durch einen Sprachfehler (sie lispelt) witzig sein soll.

Uns hat die selbstverständliche Diversität im Buch gefallen – bis auf die Parallele mit dem Schwarzsein. Der Vergleich zwischen Babette, die sich anders und nirgendwo dazugehörig fühlt, mit der Erfahrung vom Opa, Schwarzer Mann, der Ende der Siebziger nach Deutschland kam, war nicht nötig. Hier fehlt eine gewisse Sensibilität.

Das schöne Hartcover überrascht mit dem Glow-Effekt im Dunkeln. Die Zeichnungen sind minimal und der Text einfach. Auch, wenn die Altersempfehlung 8 Jahre ist, kann es jüngeren Kindern vorgelesen werden. Vorausgesetzt, dass die Seiten, in denen Rassismus thematisiert wird, nicht unkommentiert bleiben.

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